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Junos Studierende @ LHG International Academy

LHG International Academy zum Themenkomplex

„Hochschulpolitik in Krisenzeiten“

 

Vom 25. bis 28. November 2016 lud die LHG liberale Studierende aus Europa zu ihrer International Academy ein. Dieses Mal fand diese im prosperierenden Baden-Württemberg, genauer in der Hauptstadt Stuttgart, statt. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch einen kurzen Impulsvortrag und mündete dann in einen internationalen Abend. Studierende aus Deutschland, Österreich und Großbritannien hatten sich bereits eingefunden und tauschten hierbei ihre ersten Gedanken zur Thematik aus, es wurde lange angeregt diskutiert.

 

Doch der frühe Vogel fängt den Wurm und so hieß es am nächsten Morgen, die eigene Konzentration auf die anstehenden Programmpunkte und Diskussionen zu fokussieren. Der erste Vortrag beinhaltete die Themenfelder ERASMUS+, Horizon 2020 und die Europa 2020 -Ziele. Gerade die ersten beiden betreffen sowohl Studierende als auch das weitere Hochschulpersonal und Wissenschaftler im Allgemeinen. Dass eine Verbesserung der Hochschullehre und deren Finanzierung auch Teil der von der Europäischen Kommission gesteckten Ziele ist, welche bis 2020 erreicht werden soll, wurde im Vortrag von Stefan Jahnke nochmals verdeutlicht.

 

Gestärkt vom Mittagessen ging es dann erstmals ans Eingemachte und so wurden in zwei unterschiedlichen Gruppen darüber diskutiert, wie man Hochschulen internationaler ausrichten könne oder inwieweit die Europäischen Union in die Belange der Hochschulen eingreifen solle. Die Ergebnisse wurden dementsprechend zusammengefasst und niedergeschrieben. Am Nachmittag gab es dann einen emotionalen Vortrag von Michael Theurer, Vorsitzender der FDP Baden-Württemberg und MEP. Diesem schloss sich dann eine weitere Diskussion an. Abgerundet wurde der lange und intensive Samstag mit einem gemeinsamen Ausflug auf den Stuttgarter Weihnachtsmarkt.

 

Noch geflasht von den samstäglichen Eindrücken ging es am Sonntagvormittag bereits weiter. Frau Dr. Fretlöh, Mitglied des „Team Europe“, referierte über die europäische Hochschulpolitik in Krisenzeiten – wobei in diesem Fall ein deutlicher Schwerpunkt auf das Brexit-Votum der Briten erkennbar war. Dies sollte sich dann nach dem Mittagessen, als sich wieder Gruppen für Diskussionsbeiträge zusammenschlossen, nochmals manifestieren. Zwei neue Themenfelder kamen hinzu: Eine Gruppe diskutierte die Integration von Flüchtlingen in den europäischen Hochschulen, während sich die andere Gruppe Gedanken um den Umgang der Europäischen Union gegenüber britischer Studierender hinsichtlich des möglichen Brexits machen konnte. Die International Academy endete für die JUNOS Studierenden nach einer beeindruckenden Stadtführung durch Stuttgart.

 

Die Ergebnisse der Diskussionsrunden der beiden Tage sollen in diesem Beitrag allerdings nicht zu kurz kommen, deshalb seien sie an dieser Stelle in aller Kürze nochmals zusammengefasst: Die Internationalisierung der Hochschulen könnte man dadurch erreichen, wenn man sich bspw. auf Englisch als „Forschungssprache“ einigen könnte, die einzelnen Bildungsabschlüsse besser oder konsequenter von allen Bildungseinrichtungen anerkannt würden oder auch die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und höheren Bildungseinrichtungen forciert. Die EU selbst sollte, so sind sich die meisten Teilnehmer weitestgehend einig, nicht direkt in die Hochschulpolitik eingreifen, sondern eher Projekte und den Aufbau von Infrastruktur fördern, die der Forschung und Lehre zugutekommen. 2 % des BIPs sollen hierfür zusätzlich von den einzelnen Mitgliedstaaten der EU verwendet werden, wobei diese entweder von staatlicher Stelle oder auch von privatwirtschaftlicher Seite kommen können.

 

Bei der Diskussion, wie Flüchtlinge an den europäischen Hochschulen integriert werden sollten, wurde zuerst geklärt, weshalb es gut ist, dass Flüchtlinge eine Hochschule besuchen können. Nicht nur die eigene Beschäftigung spielte eine Rolle, sondern auch der demographische Wandel und die besseren Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt wurden zu weiteren wichtigen Faktoren gezählt. Für deren erfolgreiche Integration in den Hochschulen wurde eigens ein Programm durchdacht und beschrieben, das hier nur kurz erwähnt sei, aufgrund seines Umfangs allerdings nicht näher beschrieben wird: SETL. Diese Buchstabenkombination besteht aus den vier Säulen Support, Employment, Training und Learning. Ein weiteres Thema, welches die Teilnehmer am Sonntagnachmittag beschäftigt hat, war der Brexit und die Folgen auf die britische Hochschullandschaft und deren Studierende. Dieses wurde recht kontrovers diskutiert, wobei man sich grob darauf einigte, dass man evtl. neue bilaterale Verträge mit dem UK aushandeln solle oder dass Großbritannien einfach weiterhin Teil des Erasmus+ -Programms bleiben solle, da dort nicht nur EU-Staaten berücksichtigt sind.

 

So nehmen wir aus diesem Wochenende viele Eindrücke, gute und konstruktive Gespräche, neue Bekanntschaften und die eine oder andere Bewusstseinserweiterung mit und bedanken uns herzlichst bei den Liberalen Hochschulgruppen, Teil dieser interessanten International Academy sein zu dürfen.

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