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elite Unis für alleFür ein Österreich der Jungen

Die ÖH hat versagt. Machen wir es besser!

Die Studienbedingungen in Österreich sind eine Katastrophe: überfüllte Hörsäle, Massen-Seminare, langes Warten auf Diplomarbeitsbetreuer. Seit Jahren blockiert die ÖH wichtige Reformen, die diese Missstände beseitigen können. Die JUNOS treten an, damit sich die ÖH nicht länger nur um sich selbst kümmert, sondern endlich um die Probleme der Studierenden.

Die ÖH hat versagt!

Statt Lösungen in Angriff zu nehmen ist die ÖH Teil des Problems. Sie ist keine schlagkräftige Vertreterin der österreichischen Studierenden, sondern beschäftigt sich mit unwichtigen Nebenschauplätzen und sich selbst. Ernsthafte Hochschulpolitik hat sie durch ideologische Grabenkämpfe ersetzt. Demos, Spritzerstände und Selbstbeweihräucherung in diversen Studentenzeitschriften sind ihr wichtiger als ein funktionierender Hochschulbetrieb. Statt gemeinsam mit der Regierung an Lösungen zu arbeiten, stellt sie sich vehement gegen sämtliche Reformbemühungen.

Wir Studierende brauchen endlich eine ernstzunehmende und an Lösungen interessierte Vertretung gegenüber der Regierung. Die ÖH muss ihre ideologischen Scheuklappen ablegen, konkrete Vorschläge ausarbeiten und so ihre 380.000 Mitglieder ernsthaft vertreten.

Endlich geht was in der Hochschulpolitik!

Nach jahrelangem Stillstand ist in den letzten Monaten endlich Bewegung in die Hochschulpolitik gekommen. Ein Umdenken hat eingesetzt: Bundeskanzler Christian Kern hat die Zeichen der Zeit erkannt und setzt mit der Studienplatzfinanzierung erste Schritte in Richtung fairer Zugangsbeschränkungen. Bundespräsident Alexander van der Bellen hat sich mehrfach für nachgelagerte Studiengebühren ausgesprochen. Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat angekündigt etwas mehr Geld für die Studienbeihilfe zur Verfügung zu stellen. Die derzeitige ÖH ist nicht in der Lage diese einzigartige Gelegenheit zu nützen. Anstatt mit rotem Kanzler und grünen Präsidenten an einem Tisch zu sitzen, brüllt sie „Nicht mit uns“ und organisiert diverse “Demonstrationen” ohne Inhalt und Wirkung.

Unsere drei Haupforderungen:

JUNOS will die Gunst der Stunde nützen und gemeinsam mit der Regierung überfällige Reformen anpacken. Dazu haben wir in den drei wichtigsten Bereichen – Hochschulfinanzierung, Zugangsbeschränkungen und Stipendiensystem – konkrete Programmvorschläge ausgearbeitet. Auf dieser Grundlage wollen wir an reformfreudige Kräfte herantreten, um den Hochschuldiskurs in Österreich zu bereichern und weiterzubringen. Elite-Unis für alle sind möglich!

 

1. Nachgelagerte Studiengebühren

Österreichs Hochschulen fehlt es an allen Ecken und Enden an Geld. Die staatlichen Ausgaben für Wissenschaft und Forschung müssen endlich erhöht werden, damit die angestrebten 2% des BIPs nicht in immer noch größere Ferne rücken. Zusätzlich möchten wir einen Beitrag der Studierenden zum Hochschulbudget mit der Einführung von nachgelagerten Studiengebühren. Dies würde zu einem Qualitätsanstieg an Universitäten führen und wäre ebenfalls ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit, denn diejenigen, die von einem Studium profitieren, leisten ihren fairen Beitrag.

  • Die nachgelagerten Studiengebühren sollen direkt den Hochschulen zu Gute kommen. Mit unserem Modell könnten sie jährlich rund 380 Millionen Euro mehr zur Verfügung haben.
  • Die Höhe der nachgelagerten Studiengebühren soll von den Hochschulen autonom festgesetzt werden, sind aber mit max. 500 Euro pro Semester gedeckelt.
  • Sie werden erst nach Abschluss des Studiums bei entsprechendem Einkommen fällig. Es gibt einen Freibetrag von 1100 netto, von allem was darüber ist werden 8% zur Rückzahlung verwendet.
  • Ist die Summe nach 30 Jahren nicht zurückbezahlt, übernimmt der Staat die Ausfallshaftung.

 

2. Faire Zugangsbeschränkungen

Universitäten müssen in vielen Fächern mehr Studienanfänger zulassen als Studienplätze zur Verfügung stehen. Dies führt einerseits zu überfüllten Hörsälen, Massen-Seminaren und ewigem Warten auf einen Diplomarbeitsbetreuer. Andererseits werden Studierende oftmals mitten im Studium durch Knock-Out Prüfungen und andere versteckte Zugangsbeschränkungen ausselektiert und verlieren dadurch wertvolle Zeit. Der Wiener Jus-Dekan Paul Oberhammer erzählt von 3000 Studienanfängern, von denen im zweiten Abschnitt nur noch 700 überbleiben. Wir wollen Studierenden von Beginn an die Sicherheit geben, dass sie ihr Studium unter guten Rahmenbedingungen abschließen können.

  • Hochschulen sollen autonom Aufnahmeverfahren einführen dürfen.
  • Diese sollen gemeinsam mit den Studierenden auf der jeweiligen Hochschule erarbeitet werden.
  • Wir sprechen uns gegen eine einzelne große Prüfung wie etwa im Medizinstudium aus und lehnen auch einen Numerus Clausus nach deutschem Vorbild ab.
  • Stattdessen wollen wir eine Aufnahme basierend auf unterschiedlicher studienrelevanter Kriterien, wie etwa Motivationsschreiben, Notendurchschnitt oder ein Vorstellungsgespräch.
  • Das Aufnahmeverfahren soll jedes Jahr von Studierenden, die dieses Verfahren durchlaufen haben und einer Kommission evaluiert werden.

 

3. Stipendienausbau

Das Einkommen der Eltern darf nicht über den Studienerfolg der Kinder entscheiden. Wir fordern eine Ausweitung und Reform des österreichische Stipendiensystems. Jene Studierende, die die Hilfe wirklich brauchen und im Studium ordentliche Leistungen erbringen, sollen gezielt gefördert werden. Denn zurzeit profitieren viele, die eigentlich genug Geld hätten und zeitgleich schauen andere durch die Finger. Die ankündigte Erhöhung von 25 Millionen Euro ist erfreulich, aber bei weitem nicht genug. Wir wollen mit der Regierung verhandeln, um das System rundum zu erneuern.

  • Die Studienbeihilfe wurde zuvor seit 2008 nicht mehr erhöht.
  • Mit den 25 Mio. Euro wird nicht einmal die Inflation (17,2%) ausgeglichen. Dafür wären bei einem Budget von 190,6 Mio. Euro 32,8 Mio. nötig gewesen.
  • Es wurde nicht berücksichtigt, dass sich die Anzahl der Studierenden[1] von 201.817 (2007/08) um 22,2% auf 246.641 (2015/16) erhöht hat.
  • Die Quote der Studierenden, die Studienbeihilfe beziehen, ist dabei von 18,2% (2009) auf 12,4% (2015) gesunken.
  • Die Höhe und Treffsicherheit von Sozialstipendien muss erhöht werden, beispielsweise durch eine Anpassung der Höchststudienbeihilfe (€ 679 für Vollwaisen) und des Mindestsicherungssatzes (€ 837,76 für Alleinstehende in Wien)
  • Alle Hochschulen sollen ihre Leistungsstipendien weiter ausbauen.

[1] Im Sinne der Vergleichbarkeit über die Zeit und der Annäherung an den Anspruch auf Studienbeihilfe: ordentliche, inländische Studierende an öffentlichen Unis und Fachhochschulen

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