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elite Unis für alleFür ein Österreich der Jungen

Wann kommt der Comebackplan für unsere Unis und FHs?

Die Hochschulen waren die ersten, die zugemacht haben. Aber werden sie auch die letzten sein, die wieder aufmachen? Es sieht momentan danach aus!

 

Trotzdem schweigt die Interessensvertretung. Jeder zweite Studierende fühlt sich vereinsamt, jeder Dritte leidet an Ängsten und depressiven Verstimmungen. Die Lage um uns Studierende ist ernst. Hier muss einerseits dringend die akute Hilfe verbessert und ausgeweitet werden, die psychologische Studierendenberatung ist nämlich immer noch überlastet und muss Studierende wegschicken. Andererseits muss das Problem aber an der Wurzel gepackt werden. Wir Studierende brauchen endlich wieder Perspektiven, wie es an den Hochschulen weitergeht. Wann soziale Kontakte und ein geordneter Tagesalltag wieder möglich sind. Dafür braucht es einen ehrlichen Diskurs rund um Öffnungsschritte an Hochschulen, auf den realistische Lösungen folgen. Das Problem? Diesen Diskurs gibt es in der Öffentlichkeit nicht. Während ein Comebackplan für die Wirtschaft, Öffnungsschritte für Gastro, Handel und Friseure für den 3. Mai erwogen und diskutiert werden, wird wieder mal auf die Hochschulen vergessen. Und das in einer Welt, in der Bildung, Ausbildung, Innovation und Forschergeist die entscheidenden Ressourcen für die Zukunft sind.

 
Bundesminister und Interessensvertretung schweigen

 

Seit Februar hat Bundesminister Faßmann sich nicht mehr zu den Hochschulen gemeldet. Damals hat er Öffnungen nach Ostern in Aussicht gestellt. Dazu ist es natürlich nicht gekommen. Seit dem hat man aber auch nichts mehr vom Minister gehört.

 

Auch die ÖH, die eigentlich die Stimme der Studierenden sein sollte, schweigt seit Februar im Punkto Hochschulöffnungen. Nur im Rahmen der letzten Im Zentrum Sendung, hat sich die ÖH Vorsitzende zu möglichen Öffnungsschritten geäußert und gemeint, „wir wollen jetzt nicht unbedingt die Letzen sein“. Sie verkennt damit nicht nur den Ernst der Lage komplett, sondern versagt damit in ihrer wichtigsten Aufgabe – die Studierenden zu vertreten. Es kann nicht sein, dass Hochschulen und Studierende bei Öffnungsschritten weniger relevant sind als Friseure, Gastro, Sport und gefühlt alles andere.

 

Die Gefahr ist momentan groß, dass die Hochschulen ohne Plan ins 4. Pandemiesemester starten, während die psychische Belastung und Einsamkeit der Studierenden immer größer wird. Genau deshalb wäre ein ehrlicher Diskurs über die Öffnungen so dringend. Wichtige Punkte, wie die Finanzierung der nötigen Tests stehen nämlich noch aus. Wir Studierende brauchen wieder Perspektiven, keine leeren Versprechen. Deshalb müssen Hochschulen bei den kommenden Öffnungsschritten auch oberste Priorität haben!

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