Direkt zum Einleitungs-Teaser Direkt zum Inhalt Direkt zur Fußzeile
elite Unis für alleFür ein Österreich der Jungen

ÖH-Neustart

Österreichs Hochschulen sind chronisch unterfinanziert und haben längst den Anschluss an das internationale Spitzenfeld verloren. Das zeigt sich an den miserablen Betreuungsverhältnissen, den überfüllten Hörsälen und der Ausstattung aus dem vorigen Jahrhundert.
 
Schuld an dieser Misere des Hochschulsektors trägt neben der Politik auch die Österreichische Hochschüler_innenschaft. Denn diese ist gefangen zwischen ideenloser Servicepolitik auf der einen Seite und ideologischen Luftschlössern auf der anderen. Durch ihre Konzeptlosigkeit hat sie den Rückhalt unter den Studierenden längst verloren. 2017 lag die Wahlbeteiligung bei einem historischen Tiefstand von 24,5% – ein Beweis dafür, dass sich die Studierenden nicht durch die ÖH vertreten fühlen. Die mangelnde Unterstützung der eigenen Mitglieder macht die ÖH zu einem zahnlosen Tiger. Im Gegensatz zu anderen Interessenvertretungen schafft sie es nicht politischen Druck aufzubauen. Die rechte Regierung und die linke ÖH schaffen es nicht, gemeinsam an Lösungen für die drängenden Probleme an unseren Hochschulen zu arbeiten. Die ÖH marschiert lieber auf Anti-Regierungsdemos, als sich mit der Regierung an einen Verhandlungstisch zu setzen, um das Beste für die Studierenden herauszuholen.
 
Wir lehnen diesen Stillstand ab. Wir stehen für eine starke Vertretung – wir fordern einen ÖH-Neustart!
 
1. Abschaffung der ÖH-Zwangsmitgliedschaft
 
Wir JUNOS sind der Meinung, dass eine starke Interessenvertretung keinen Zwang benötigt, da sie durch ihre Leistung überzeugt. Studierende, die Service und Vorteile der ÖH nutzen und schätzen, werden auch auf freiwilliger Basis Mitglieder bleiben. Durch die freiwillige Mitgliedschaft ist die ÖH zudem gezwungen, ideologisch unabhängige Arbeit für alle ihre Mitglieder zu leisten und nicht mehr allgemeine Politik für eine kleine Minderheit zu betreiben. Dies würde ihren Rückhalt in der Studierendenschaft stärken und ihr somit mehr politisches Gewicht in Verhandlungen mit den verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stakeholdern verschaffen.
 
2. Gläserne Vertretungsarbeit
Die Studierenden haben ein Recht zu erfahren was mit ihrem Geld passiert. Daher fordern wir die vollkommen Offenlegung sämtlicher Ein- und Ausgaben, Rücklagen und Beteiligungen der ÖH. All das muss einfach auf einer Transparenzseite online abrufbar sein.
 
3. Mitbestimmung
Die Studierende wissen selbst am besten, was mit ihrem ÖH Beitrag passieren soll. Daher fordern wird, dass künftig Studierende über mindestens ein Drittel des ÖH-Budgets selbst entscheiden können. Außerdem sollen Urabstimmungen leichter möglich ein, um den Studierenden die Möglichkeit zur direkten Mitbestimmung in ihrer Vertretung zu bieten.
 
4. ÖH evaluieren

Gute Interessenvertretung ist nur möglich, wenn ihre Arbeit regelmäßig evaluiert wird. Deshalb fordern wir eine verpflichtende jährliche Evaluierung der ÖH-Arbeit mit Hilfe von Online-Feedbackbögen unter allen Studierenden. Die Ergebnisse dieser Evaluierung sollen der ÖH als Feedback dienen, genauer auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder einzugehen. Weiters müssen die Ergebnisse für alle Studierenden frei zugänglich online veröffentlicht werden.
 
5. Die digitale ÖH
Die ÖH produziert massenhaft Zeitungen und Broschüren. Ein Großteil davon landet ungelesen im Mülleimer. Kostenpunkt: über 1,5 Million Euro. Damit muss Schluss sein! Wir fordern die Digitale ÖH. Sämtliche Zeitungen sollen künftig elektronisch verschickt werden. Das schont die Umwelt und spart 1 Mio. € jährlich. Zusätzlich wird durch zeitgerechte, digitale Kommunikation die bessere Information der Studierenden gewährleistet.

Zum Newsletter anmelden